Besuche
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lasse M8a auf Spurensuche des Nationalsozialismus in Regensburg
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts begab sich die Klasse M8a auf eine Exkursion nach Regensburg, um sich mit den Spuren des Nationalsozialismus in ihrer eigenen Region auseinanderzusetzen.
Der Rundgang begann am ehemaligen Colosseum in Stadtamhof, das in der Zeit des Nationalsozialismus als Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg diente. Dort waren Zwangsarbeiter untergebracht, die unter schwersten Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden. Heute ist der historische Hintergrund des Gebäudes kaum noch sichtbar, was die Bedeutung des Erinnerns umso mehr unterstreicht.
Ein weiterer wichtiger Ort war der Dachauplatz, der heute als Gedenkort für Menschen gilt, die Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben. Eine Gedenktafel erinnert dort an mutige Regensburgerinnen und Regensburger, die trotz großer Gefahr versuchten, gegen das Unrecht des Nationalsozialismus aufzustehen.
Am Velodrom besuchte die Klasse einen Stolperstein, der an das Schicksal eines jüdischen Bürgers erinnert, der während der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurde. Besonders bewegend war der Hinweis auf Simon Oberdorfer, den jüdischen Unternehmer und Kunstradfahrer, der das Velodrom im Jahr 1897/98 erbauen ließ und später Opfer des Holocaust wurde.
Am Nachmittag folgte eine Führung durch die Regensburger Synagoge, geleitet von Frau Seiffert. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei Einblicke in das jüdische Leben heute sowie in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Regensburg vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus.
Der Ausflug war für die Klasse eine eindrucksvolle und lehrreiche Erfahrung, die das historische Verständnis vertiefte und zum Nachdenken über Verantwortung, Toleranz und Zivilcourage anregte.
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